Seit 2011 betreibt die deutsch-lettische Orgelstiftung Petri-Kirche Riga das Projekt einer Rekonstruk-
tion der 1734 von Gottfried Kloosen fertiggestellten Barockorgel in der Petri-Kirche, der Reforma-tionskirche der alten Hansestadt Riga. Diese Orgel war Ende des 19. Jahrhundert abgebaut und durch eine neue ersetzt worden, die bei der Kriegszerstörung der Kirche 1941 verbrannte. Seither ist die Orgelempore in der bis 1984 renovierten Kirche leer. Vorstandsvorsitzende ist aktuell Rudite Livmane-Lindenbeck. Im Jahr 2016 wurde der deutsche Förderverein Orgel Petri-Kirche Riga e.V. gegründet (Vorstandsvorsitzender: Dr. Klaus Wittmann).
Die Arbeit soll dem Dresdener Orgelbauer Kristian Wegscheider anvertraut werden, der schon wichtige Vorarbeiten geleistet hat. Die Kosten der Rekonstruktion werden ca. 1.5 Mio Euro betragen. Wenngleich sich die Bemühungen auch auf öffentliche Gelder (z.B. EU Regional Development Fund) richten, wird diese Summe weitgehend durch Spenden (private Sponsoren, Stiftungen) erbracht werden müssen. Dazu dienen Informationsmaßnahmen und -material, Website- und Facebookauftritt, Pressearbeit, Anzeigen, persönliche Kontakte, Benefizkonzerte, Orgelpfeifen-Patenschaften ...
     
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• 2016 Betrauung des renommierten Architekten Peteris Blums, Riga, mit dem fachlichen Projektmanagement für das Vorhaben. Damit wurde dieses auf professionelle Füße gestellt.
• 2016/17 Gespräche in Riga mit Staatspräsident, Kulturministerin, Erzbischof, Stv. Bürgermeister, Denkmalschutzamt, Gebäudeverwaltung, Kulturbehörden.
• August 2016 Gewinnen von Rat und Unterstützung durch Prof. Imants Lancmanis, Barockexperte und Restaurator von Schloss Rundāle.
• Februar 2017 Vorstellung des Projekts in der Petri-Kirche bei Bundespräsident Joachim Gaucks letzter Auslandsreise nach Lettland, was zu seinem eindringlichen Spendenappell führte (siehe Website).
• Mai 2017 Viel beachteter Informationsstand auf dem „Markt der Möglichkeiten” beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin.
• Juni 2017 Vorlage des Bautechnischen Gutachtens bei den Rigaer Behörden durch P. Blums.
• Herbst 2017 Berufung und im Februar 2018 Konstituierende Sitzung des „Externen Beirats” (Orgelfachkommission).
• September 2017
Februar 2018
Vorstellung des Projekts beim Deutschbaltischen Kulturwerk in Lüneburg und bei der Deutschbaltischen Landsmannschaft in München.
• Januar 2018 Redaktioneller ganzseitiger Artikel über das Orgelprojekt in der Berlin-Brandenburger landeskirchlichen Wochenzeitung „Die Kirche”.
• 2018 Informationsgespräche in der Kulturabteilung des Auswärtigen Amts, in der Behörde der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Grütters, sowie mit dem Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats; Gespräche mit dem Deutschen Stiftungsrat und der Berliner Vertretung der EU-Kommission stehen bevor.
• 2018 In diesem Jahr stellen wir das Projekt auch in den Zusammenhang der 100-Jahrfeier Lettlands und der UNESCO-Entscheidung, deutsche Orgelbaukunst und Orgelmusik (was auch Riga einschließt) auf die Liste des „immateriellen Kulturerbes der Menschheit” zu setzen
• 4. Mai 2018 Benefizkonzert in der Nikolai-Kirche in Berlin-Spandau mit lettischen Organistinnen und lettischer Orgelmusik stattfinden. Die lettische Botschaft verbindet damit ihr traditionelles Jubiläumsfest zum Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung (1990).
An Benefizkonzerte in den Petri-Kirchen deutscher Städte ist gedacht (z.B. in den Hansestädten Hamburg, Lübeck, Bremen).
• ab Mai 2018
Beim Hamburger Orgelbauer- und Orgelsachverständigenkongress im Mai 2018 sollen weitere Kontakte geknüpft werden, und auch beim Backsteingotikkongress am 6. und 7. September 2018 wird das Rigaer Orgelprojekt vorgestellt.
(geplant) Bei einem Benefizkonzert in der Petri-Kirche soll das von einem Theatermaler in Originalgröße hergestellte Bild des Orgelprospekts auf der Empore abgerollt werden.